• Mag. Manuela Nigsch

Nun ist die ideale Zeit, um sich neu aufzustellen


Jede Krise zerstört einen Teil unseres Weltbildes: Unsere Welt ist nicht mehr so und funktioniert nicht mehr so, wie wir dachten. Ob das nun der erste Liebeskummer ist, eine Diagnose, Kündigung oder Corona: Wir können nicht mehr zurück zum alten Zustand und wissen gleichzeitig nicht, wie das „Danach“ sein wird. Das bringt Unsicherheit mit sich, fühlt sich unangenehm an und verursacht Stress.


Der Kreislauf der Veränderung von Birgitt Williams zeigt anschaulich, was mit Menschen passiert, wenn sie mit Veränderungen konfrontiert sind:

Zunächst ist man geschockt und will nicht wahrhaben, was passiert. Auch die Corona-Krise wurde von vielen zunächst als lokales Problem gesehen: Schockierend, was da in China passiert. Aber zum Glück ist das Ganze weit weg und hat nichts mit uns zu tun. Man macht weiter wie bisher. Irgendwann kann die Sache nicht mehr ignoriert werden. Erste Fälle in Italien, dann im eigenen Land und plötzlich geht alles ganz schnell: Noch schnell Klopapier und Nudeln kaufen, bevor Geschäfte und Schulen schließen. Für viele kehrt anschließend erst einmal Ruhe ein – und das fühlt sich erstaunlich gut an: Plötzlich ist ganz viel Zeit da, zum Durchatmen, Fenster putzen und über den Zaun mit den Nachbarn reden. Doch nach ein paar Wochen wird man unruhig und sehnt sich zurück nach der Normalität. Manche haben keine Pause, weil sie in dieser Zeit noch mehr gebraucht werden als sonst. Man realisiert, wie groß der Einschnitt ist. Emotionen kommen auf und eine Achterbahn der Gefühle beginnt: Man wird wütend, ärgert sich über die Einschränkungen - wird traurig, fühlt sich niedergeschlagen und blickt pessimistisch in die Zukunft.


Irgendwann gelingt es, eine neue Perspektive einzunehmen: Man erinnert sich an das, was vorher gut war und was man vermisst: Den echten Kontakt zu Menschen, die Nähe zu Kunden und Kollegen, seine Arbeit ohne Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen tun zu dürfen. Mit diesem Erinnern kommt die Wende, das Akzeptieren dessen, was ist. Dank der neu gewonnenen Distanz entdeckt man vielleicht sogar einen Sinn in der Veränderung: Man merkt, worauf man eigentlich gut verzichten kann. Was diese Zeit Gutes mit sich gebracht hat, das man sich bewahren möchte: Dass man gelernt hat, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und nicht mehr für jede Besprechung einen weiten Weg auf sich nehmen muss. Dass es Zeit ist sich zu rüsten für eine globale und vernetzte Welt, die gleichzeitig so fragil ist. Dass manche Prioritäten verschoben werden sollten. Das erleichtert das Loslassen und man wird frei, um die Zukunft zu gestalten.


Auch Unternehmen, die ich begleite, nutzen diese Zeit, um sich neu aufzustellen: Ein Team, in dem es in der Vergangenheit nicht rund lief, stellte sich seinen Themen und räumte auf – auch in zwischenmenschlicher Hinsicht. Im Rahmen von Teamworkshops wurden Missverständnisse geklärt, die zu Reibungsverlusten geführt hatten. Und es zeigte sich, dass es manchmal ganz einfache Erklärungen für scheinbar große Probleme gibt. Mitarbeiter machten sich Gedanken darüber, was ihre zukünftige Aufgabe sein wird und was notwendig ist, um diese Aufgabe gut erfüllen zu können: Im Hinblick auf Ressourcen, Kompetenzen, Rahmenbedingungen, Abläufe, Zusammenarbeit und Führung. Sie definierten konkrete Schritte und Verantwortlichkeiten. Der Weg ist nun klar und sie können loslegen. Gemeinsam werden sie die nächsten Wochen (die für sie Corona-bedingt noch etwas ruhiger sein werden) nutzen, um die vereinbarten Schritte umzusetzen.


Sich neu aufstellen kann verschiedene Aspekte beinhalten: Die Positionierung auf dem Markt beispielsweise, die Finanzen oder die Gesundheit. Für jeden dieser Aspekte gibt es Experten, die gerne weiterhelfen. Mit Zahnschmerzen geht man zum Zahnarzt. Es macht normalerweise keinen Sinn, das Zahnweh zu ignorieren und zu warten, dass es von selbst verschwindet. Auch ein Psychologe oder Gärtner werden bei Zahnschmerzen nicht helfen können, egal wie gut sie in ihrem Fachgebiet sind.


Meine fachliche Kompetenz liegt an der Schnittstelle Mensch und Organisation:

  • Ich helfe Menschen dabei, sich beruflich neu aufzustellen – herauszufinden, was sie wirklich wollen, wo ihre Stärken liegen und was sie brauchen, um langfristig gesund, leistungsfähig und zufrieden zu sein.

  • Ich helfe Unternehmen dabei, sich neu aufzustellen. Mit meinem betriebswirtschaftlichen Background habe ich zwar das ganze Unternehmen im Blick, doch ich richte meinen Fokus ins Innere des Unternehmens, während andere Experten ihn nach außen lenken und sich beispielsweise mit der Veränderung des Marktes beschäftigen. Ich betrachte ich die Organisation und die Menschen, die im Unternehmen tätig sind, während andere sich auf Finanzen oder IT-Systeme konzentrieren. Mein Beitrag zum Gelingen des Ganzen liegt in der Verbesserung des Zusammenspiels Mensch und Organisation, damit die Menschen ihre gemeinsame Aufgabe im Sinne des Unternehmens bestmöglich erfüllen – heute und in Zukunft.


Ich unterstütze das WERDEn von Mensch und Organisation und helfe, die Chance zu nutzen, die in dieser Krise steckt.

Quellen:

Adl-Amini, Bijan: Krisenpädagogik. Veränderung und Sinn. Syllaber-Verlag. 2003

Klien, Isabella: Der Kreislauf der Veränderung. In: managerSeminare 1. Heft 124. Juli 2008.

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